Lernprogramm

3D-Modellierung

Für Videospiele — strukturiert, praxisnah, anpassbar

Dieses Programm richtet sich an Personen, die 3D-Assets für Echtzeit-Engines erstellen möchten. Der Schwerpunkt liegt auf handwerklichen Grundlagen: saubere Topologie, effiziente UV-Layouts und nachvollziehbare Texturierungsprozesse — keine Abkürzungen, keine oberflächlichen Übungen.

Kurs anfragen
3D-Modellierungsprozess in Blender — Wireframe-Ansicht eines Spielobjekts
6 Monate Programmdauer
8 Module insgesamt
2 Formate wählbar
seit 2015 Optionsraum aktiv

Kursinhalte

Jedes Modul baut auf dem vorherigen auf. Einzelne Module können im Einzelunterricht übersprungen oder vertieft werden.

01

Grundlagen der 3D-Umgebung

Blender-Navigation, Objektmodi, Shortcut-System und die Logik des 3D-Viewports als tägliches Arbeitswerkzeug.

02

Polygonale Modellierung

Edge Loops, Extrusion, Boolean-Operationen und Topologie-Regeln für Echtzeit-Meshes mit niedrigem Polygon-Budget.

04

Normal Maps & Baking

High-to-Low-Poly-Workflow, Käfig-Einstellungen in Marmoset Toolbag und Fehlerdiagnose beim Baking-Prozess.

05

PBR-Texturierung

Substance Painter: Materialebenen, Smart Masks, Partikeleffekte und physikalisch korrekte Metallic/Roughness-Werte.

06

Export & Engine-Integration

FBX- und glTF-Exporte, Textur-Slots in Unity und Unreal Engine, LOD-Grundlagen und Performance-Budgets.

07

Stilisierte Grafik

Handpainted-Texturen, cel-shading-kompatible Topologie und der Unterschied zwischen realistischem und stilisiertem Art-Direction.

08

Portfolio-Präsentation

Beleuchtung in Marmoset, Turntable-Renders, Artstation-Struktur und Feedback-Runde mit dem Lehrteam.

Online-Unterrichtssituation — Lehrerin erklärt 3D-Modellierung am Bildschirm

Unterrichtsformate

Gruppenunterricht und Einzelsitzungen folgen demselben Lehrplan, unterscheiden sich aber erheblich in Tempo, Feedback-Tiefe und Flexibilität. Die Wahl hängt davon ab, wie man am effektivsten lernt — nicht davon, welches Format populärer ist.

Gruppenformat

Feste Wochentermine mit 6 bis 10 Teilnehmenden. Peer-Reviews nach jedem Modul, gemeinsame Kritik-Runden und kollaborative Übungsprojekte. Geeignet für Personen, die strukturierte Abgabefristen und sozialen Austausch als Antrieb nutzen.

Einzelunterricht

Termine nach Absprache, Inhalte angepasst an den aktuellen Stand und die Ziele der lernenden Person. Direktes Feedback auf jede Datei, Möglichkeit einzelne Module zu vertiefen oder zu überspringen. Sinnvoll bei unregelmäßigem Zeitplan oder spezifischen Lücken.

Gemischter Pfad

Einstieg im Gruppenformat, Wechsel in Einzelsitzungen für technisch anspruchsvollere Module wie Baking oder PBR-Texturierung. Diese Kombination ist möglich und wird von einem Teil der Teilnehmenden genutzt.

Erfahrungen aus dem Kurs

Porträt von Teilnehmerin Wera Sobiech

Wera Sobiech

Grafikdesignerin, Warschau

Das UV-Mapping-Modul hat mir mehr beigebracht als sechs Monate Selbststudium. Besonders hilfreich war die Erklärung der Texel-Dichte — das hatte ich vorher nie wirklich verstanden.

Porträt von Teilnehmerin Dagmara Flis

Dagmara Flis

Studentin, Breslau

Ich habe das Gruppenformat gewählt und war überrascht, wie viel man durch Peer-Kritik lernt. Die Deadline-Struktur hat mir geholfen, dran zu bleiben — ohne Druck, aber mit klarer Orientierung.

Porträt von Teilnehmerin Oksana Tretiak

Oksana Tretiak

Illustratorin, Kiew

Einzelunterricht war die richtige Entscheidung für mich. Ich konnte das Baking-Modul zweimal durchgehen, weil meine ersten Ergebnisse noch nicht stimmig waren. Das Tempo war meins.

Häufige Fragen

Weitere Fragen zum Programm, zu technischen Voraussetzungen oder zur Kursstruktur beantworten wir direkt.

Kontakt aufnehmen
Welche Vorkenntnisse werden für den Kurs benötigt?

Grundlegende Computerkenntnisse genügen. Erfahrung mit 3D-Software ist hilfreich, aber keine Voraussetzung — der Kurs beginnt mit der Blender-Oberfläche und dem grundlegenden Verständnis von Polygonen, bevor er zu Substance Painter übergeht.

Wie unterscheiden sich Gruppen- und Einzelunterricht?

Gruppenformat bedeutet feste Termine mit 6–10 Teilnehmenden, Peer-Feedback und kollaborative Projekte. Einzelunterricht bietet flexiblen Zeitplan, individuell angepasste Inhalte und direktes Feedback zur eigenen Arbeit nach jeder Sitzung.

Welche Software wird im Kurs verwendet?

Der Kurs arbeitet mit Blender für Modellierung und UV-Mapping, Substance Painter für Texturierung sowie Marmoset Toolbag für Baking und Portfolio-Rendering. Blender ist kostenlos, für Substance Painter und Marmoset gibt es Testversionen mit vollem Funktionsumfang.

Gibt es eine Zugangsbeschränkung nach Wohnort?

Nein. Das Programm ist vollständig online und offen für Teilnehmende weltweit. Live-Sitzungen finden in mitteleuropäischer Zeit statt. Aufzeichnungen sind 48 Stunden nach jeder Sitzung zugänglich.

Wie sieht das Abschlussprojekt aus?

Im letzten Modul erstellt jede Person ein vollständiges Game-Ready-Asset: Modell, UV-Layout, Texturen und Präsentations-Render. Das Ergebnis ist für Artstation oder ein Portfolio direkt verwendbar — es gibt keine Prüfung, sondern eine betreute Feedback-Runde.